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Montag, 19. Februar 2007

Turniere

Heyho!

Ich bin ja so ein übler Turnierspieler!
Habe ja jetzt schon über 1.000 $ verbraten :-(
Seit drei Wochen setze ich mich intensiver mit Turnierstrategie auseinander. Ich habe bei 2+2 relevante Beiträge durchgelesen, um zu verstehen, was ich falsch mache.
Ich habe Dan Harrington's Bücher und seine Strategien als das Nonplusultra angesehen.
Doch nach einiger Recherche habe ich mitbekommen, dass ein zu tightes Spiel kontraproduktiv in Turnieren ist - insbesondere in späteren Leveln.
Das geht soweit, dass ab einem bestimmten Punkt die Karten überhaupt keine Rolle mehr spielen und man mit den übelsten Blättern raisen sollte um die Blinds zu stehlen, solange man eine gute Position hat.

Natürlich leutete mir das ein. Im Cash Game bin ich auch recht loose aggressive, aber da raise ich trotzdem nicht mit allen Blättern (wie z.B. 84o oder so).
Bislang habe ich versucht meine "Aggressivität" aus dem Cash Game auf das Turnierspiel zu übertragen.
Mir ist aber aufgefallen, dass ich gar nicht so aggressiv war, wie ich es eigentlich sein wollte. Denn dadurch, dass man in Turnieren meistens mit neun oder zehn Leuten am Tisch sitzt, wird man automatisch tighter.
Das Resultat war dann meistens, dass ich auf eine gute Hand gewartet und diese gepushed habe. Beim Double Up hatte ich eine Verschnaufpause und Zeit um wieder auf eine gute Hand zu warten.
Am Ende kommt man damit zwar relativ häufig unter dem Preisgeld, aber große Gewinne kann man mit der Strategie nicht erzielen.
Außerdem kam es mir so vor, dass diese Spielweise viel glücksbetonter war und das hat mir überhaupt nicht gefallen.

Seit ein paar Turnieren versuche ich nun einen viel looseren Ansatz.
Dafür habe ich mir das Buch "The Poker Tournament Formula" von Arnold Snyder geholt, in dem der loose aggressive Ansatz sehr gut beschrieben ist.

Bislang habe ich noch keinen Erfolg damit gehabt, aber ich bin noch am Lernen und probiere noch viel aus.
Deswegen spiele ich erstmal auch viele kleine Turniere, damit es irgendwann mal bei den Größeren klappt ;-)

Freitag, 19. Januar 2007

Bücherempfehlung

Seitdem ich vor zwei Jahren angefangen Texas Hold'em zu spielen, habe ich eine Menge Bücher gelesen. Im Nachhinein kann ich nur von Wenigen behaupten, dass sie für mein Spiel hilfreich waren.

Von vornherein möchte ich sagen:
Lest Bücher!
Man glaubt es kaum, aber dadurch wird euer Spiel enorm verbessert. Nicht nur, weil ihr eure Spielweise verbessert, sondern auch, damit ihr erkennt, was eure Gegner da tun!
Denn Gegner übernehmen Taktiken und Spielweisen, die in irgendwelchen Büchern stehen.

Für Anfänger sind fast alle Bücher hilfreich, die sich mit Odds und Wahrscheinlichkeiten und den Standardtheorien befassen (wie z.B. dass Spielen in Position besser ist als out of Position).
Da ich damals mit Limit Poker angefangen habe, waren meine ersten Bücher Limit Hold'em Bücher. Meiner Meinung nach ist in diesen Büchern die Mathematik einfacher zu verstehen und man lernt die Grundlagen besser. Jedenfalls wars bei mir so.
Das Top-Standard Werk hierbei ist Hold'em Poker for Advanced Players von Sklansky und Malmuth aber es gibt ne Menge anderer Bücher, die für einen Anfänger empfehlenswert sind.

Für No-Limit gibt es einige super empfehlenswerte Werke, die ein Muss sind!
Eigentlich für Turnierspiel gedacht, aber auch für Cash Game anwendbar sind Harrington on Hold'em, Volume I + II + III. Wer professionell Turniere oder Sit'n'gos spielt muss die Bücher lesen. Cash Game Spieler profitieren von der sehr guten Erklärung der No Limit Mathematik - denn die bildet das Fundament eines erfolgreichen No Limit Spielers.
Aufgrund dieser Bücher habe ich den Sprung gewagt zu No Limit Hold'em.

Das beste Buch für NL Cash Game ist meiner Meinung nach Phil Gordon's Little Green Book. In dem Buch beschreibt Phil Gordon seine Erfahrungen mit Texas Hold'em und gibt alle Tricks preis, mit denen er zum erfolgreichen Pokerspieler geworden ist. Man sollte es ruhig öfter durchlesen, denn es ist voll von interessanten Spielzügen, die man alle unbedingt drauf haben muss um an höheren Tischen erfolgreich Poker zu spielen.

Das Problem bei Büchern ist, dass sie meist nicht so aktuell sind.
Will man an den hohen Tischen erfolgreich sein, muss man Spielweisen und Theorien schon vorher kennen. Deswegen sollte man auch Foren aktiv verfolgen.
Das größte Forum für Poker ist das 2+2 Forum. Dort beteiligen sich so gut wie alle Pros an Diskussionen. Unter anderem war Greg Raymer dort schon bekannt, bevor er die WSOP gewann, weil er sehr viele gute Beiträge dort geschrieben hat.